Thermografie – moderne Sicht auf den Körper
Die Thermografie ist eine nicht-invasive, berührungslose und hochpräzise Messmethode, die thermische Auffälligkeiten frühzeitig sichtbar macht liefert sie wertvolle Informationen über Temperaturverteilungen an der Hautoberfläche – schnell, sicher und komfortabel.
Gerade im Sport- und Gesundheitsbereich eröffnet die Thermografie neue Möglichkeiten: Sie unterstützt Fachanwender:innen dabei, Veränderungen objektiv zu erfassen, Entwicklungen zu dokumentieren und Maßnahmen nachvollziehbar zu begleiten.
Präzision, die den Unterschied macht
Für aussagekräftige Ergebnisse sind Wärmebildkameras mit hoher Auflösung und exzellenter thermischer Empfindlichkeit entscheidend. Nur so lassen sich auch minimalste Temperaturunterschiede zuverlässig erkennen.
Die SENSOR IRM-384 wurde genau für diese Anforderungen entwickelt. Sie misst hochpräzise Temperaturwerte in Echtzeit und speichert diese als detaillierte Thermogramme. Ergänzend werden:
- ein visuelles Referenzbild
- Datum und Uhrzeit
- Textnotizen
- sowie Sprachnachrichten
automatisch dokumentiert. Das Ergebnis ist eine vollständige, professionelle und nachvollziehbare Datengrundlage.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Die Thermografie eignet sich unter anderem für:
- Verlaufs- und Erfolgskontrolle von Therapie- und Trainingsmaßnahmen (Vorher-/Nachher-Vergleiche)
- Vergleich thermischer Unterschiede an Beinen, Füßen, Händen oder anderen Körperregionen
- Früherkennung von Auffälligkeiten, z. B. bei Entzündungsreaktionen, Durchblutungsstörungen oder Verletzungen, die sich unter bestimmten Voraussetzungen durch erhöhte Oberflächentemperaturen zeigen
Sicher, kontaktlos, ergänzend
Die Thermografie ist ein oberflächenbasiertes Messverfahren. Die SENSOR IRM-384 erfasst ausschließlich die vom Körper abgegebene Infrarotstrahlung, ohne den Körper zu berühren.
Sie liefert zusätzliche objektive Informationen und ergänzt bestehende Untersuchungs- und Therapieansätze optimal.
Abrechnung
GOÄ-Nr. 624
Thermographische Untersuchung mittels elektronischer Infrarotmessung mit Schwarz-Weiß-Darstellung und Farbthermogramm einschließlich der erforderlichen Aufnahmen, je Sitzung.
Sie haben Fragen zur Thermografie in Ihrem Bereich (Orthopädie, Physiotherapie, Dermatologie, Health, Beauty oder anderen Gebieten)?
Sie möchten uns und die SENSOR IRM-384 Wärmebildkamera kennenlernen und erfahren, wie Sie die Thermografie effizient in Ihren Arbeitsablauf und Ihre Praxis integrieren können?
Möchten Sie einen Beratungstermin vor Ort oder per Teams?
Möchten Sie ein Angebot zum Kauf oder Leasing?
Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!!!
SPORTHOMEDIC Köln | Prof. Dr. med. Oliver Tobolski
Bewegung ist Leben, und Leben ist Bewegung – diese Philosophie hat sich das Team von SPORTHOMEDIC nicht ohne Grund zu eigen gemacht. Als medizinischer Olympia-stützpunkt, betreut das Team auch viele Sportler und Mannschaften verschiedenster Sportarten.
Facharztpraxis für Othopädie | Marco Sieger - Erftstadt
"Wir nutzen die Thermografie flexibel als kontaktloses und nichtinvasives Verfahren zur Diagnostik einer Vielzahl von Krankheitsbildern: So können z.B. Durchblutungsstörungen oder Entzündungen an den Extremitäten, der Wirbelsäule und anderen Gelenken zuverlässig und schnell detektiert werden."
Marco Sieger, Orthopäde
Wärmebildkameras bzw. Infrarot-Thermografie (IRT) ermöglicht die Quantifizierung der Hauttemperatur durch Messung der vom menschlichen Körper abgestrahlten Energie. Die Infrarotstrahlung wird mit einer Infrarot- bzw. Wärmebildkamera gemessen und die Daten abgespeichert. Wichtig für die Genauigkeit der Messung ist die Pixelauflösung des Detektors und die thermische Empfindlichkeit einer Wärmebildkamera. Die buntern Bilder sind eine Vielzahl von Pixeln, die eine Temperaturinformation (radiometrische Daten) an eine Farbskala anpassen.
Durch spezielle Software lassen sich diese Information je Pixel abrufen und auch kleinste Unterschiede visuallisieren.
Diese Messtechnik unterstützt den fachkundigen Arzt, Therapeut, etc.., bei der Diagnose. Gerade im Sportbereich lassen sich mit dieser Messmethode Verletzungen vorbeugen und Therapien verfolgen.
Temperatur und Gesundheit sind seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Seit Hippokrates haben Mediziner die Bedeutung einer erhöhten Temperatur erkannt. Fieber ist ohne Zweifel ein universelles Symptom eines ungesunden Zustands, das aufgrund der Covid-19-Pandemie derzeit ein Trendthema ist. Aus physiologischer Sicht steuert der menschliche Körper seine anspruchsvolle Thermoregulation durch das Zentralnervensystem aus dem Hypothalamus heraus. Wir finden verschiedene Wege, um den Wärmeüberschuss vom menschlichen Körper zu übertragen: Verdunstung, Wärmeleitung, Konvektion und Strahlung.
Ungefähr 60 % des menschlichen Wärmeverlusts werden durch Strahlung verursacht, und genau da können Wärmebildkameras eingesetzt werden. Die Infrarot Thermografie Informationen über den physiologischen und metabolischen Zustand der hautnahen Strukturen und Gewebe.
Studie der Medizinischen Hochschule Hannover / Institut für Sportmedizin und dem deutschen Leichtathletik Verband von 04.2020
Anwendung der Infrarot-Thermographie in der Prävention von Sportverletzungen in der Disziplingruppe Sprint des DLV während Trainingslagern in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020
Projektleiter
Prof. Dr. med. Uwe Tegtbur, Direktor des Instituts
Ziele und Arbeitshypothesen
Anwendung von Infrarot Thermographie zur Früherkennung von muskulären Dysbalancen und entsprechender Belastungsveränderung zur Prävention von Verletzungen bei Hochleistungssportler*innen des DLV Kategorie Sprint, während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Die Bilder werden jeweils vom Sportwissenschaftler*in, Physiotherapeut*in, Trainer*innen sowie dem betreuenden Arzt oder der betreuenden Ärztin individuell begutachtet und Behandlungen oder Training entsprechend adaptiert.
Durch die Kenntnisse möglicher Risiken für Verletzungen und muskulären Dysbalancen soll ein Konzept entwickelt werden, wie die Technik der
Infrarot Thermographie beim DLV auch in der täglichen Routine außerhalb der spezifischen Wettkampfvorbereitung deutschlandweit angewendet werdet kann.
Der Projektzeitraum für diese Studie beträgt 9 Monate und wird speziell während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 in den
Trainingslagern durchgeführt.
Die Aufnahme des Infrarot-Thermographie-Bildes beträgt pro Athlet*in inklusive Vorbereitung ca. 10 Minuten. Nach Beendigung der
Datenerfassung erfolgt die Dateneingabe, Auswertung der Infrarot-Thermographie mittels spezieller Software und die Ergebnisbesprechung. Primärer Endpunkt ist der Zusammenhang von thermischen
Dysbalancen und Verletzungen. Sekundäre Endpunkte sind der Zusammenhang von thermischen Dysbalancen und deren ROIs im Zusammenhang mit Trainingsumfang, Kaderzugehörigkeit, Geschlecht, Alter sowie
Jahre in der Sportart.
Die Infrarot Thermographie soll während der kommenden 9 Monate in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 überwiegend in den
Trainingslagern sowie in Einzelfällen auch dazwischen angewendet werden.
Die Datenerhebung des Istzustandes fand in Kooperation mit dem DLV während eines Trainingslagers auf Teneriffa im Januar 2019 statt.
Aufgrund der ermittelten Bilder und häufig aufgetretenen thermischen Dysbalancen von 26 perspektiv oder Olympiakader-Athleten
Transferkonzept in die Wissenschaft:
Durch die Erstellung eines Risikoprofils für die Sportarten „Sprint" kann ein entsprechendes präventives Training sportartspezifischen Verletzungen vorbeugen, d.h. ein Grundlagentraining bzw. ein
hochintensives Training währen Trainingslagern kann entsprechend ausgerichtet werden, bevor eine Auffälligkeit entsteht.
Transferkonzept in die Praxis:
Durch die Anwendung von Infrarot-Thermographie in der Sportpraxis, sowohl in der Wettkampfvorbereitung sowie im täglichen Training besteht die Möglichkeit beim Auftreten einer thermalen Dysbalance,
die bei Leistungssportarten physiologisch als auch nicht-physiologisch auftreten, eine direkte auf die Dysbalance adaptierte Trainings- und physiotherapeutische Veränderung umzusetzen, um eventuelle
Risiken einer Verletzung durch Training oder Wettkampf auszuschließen.
Darüber hinaus lässt sich die Technik bei der individuellen Betreuung in ärztlichen Sprechstunden oder in der Physiotherapie einsetzen.
Verletzte Athleten können mittels Infrarot-Thermographie bei ihrem Rehabilitationsprozess begleitet und unterstützt werden, um Überbelastungen an anderen vermeintlich gesunden Körperstellen zu
vermeiden.
Quelle BIFS Bundesinstitut für Sportwissenschaft